Japan

Japan

Japan – Sauberkeit, Disziplin und Herzlichkeit

Japan hat mich von Anfang an beeindruckt. Es ist unglaublich sauber, sicher und organisiert – man fühlt sich fast wie in Deutschland, bevor dort alles aus dem Ruder gelaufen ist. Die Menschen achten aufeinander, sind respektvoll und freundlich. Die Züge fahren auf die Minute genau, Bahnhöfe sind blitzblank, und Bettler oder Junkies gibt’s dort nicht. In über zwei Wochen habe ich vielleicht fünf Bettler gesehen – das sagt alles.

Ich bin stolz auf meine Heimat, aber hier merkt man, dass die Japaner wirklich Grund zum Stolz haben. Übel werden Schlangen gebildet am Zug Bus und sogar an der Rolltreppe. Selbst die Zugführer tragen weiße Stoffhandschuhe aus Respekt , an jeder Ecke gibt es Regenschimverleihe, Minimärkte und das Essen ist schlicht fantastisch. Jeder ist hilfsbereit, höflich und aufmerksam – man fühlt sich überall willkommen.


Osaka
Leider haben wir die berühmte Expo knapp verpasst – zwei Tage zu spät. Dafür war unser Airbnb ein Volltreffer: ein traditionelles japanisches Zimmer mit Tatamimatten, kleiner Küche und sogar Matratzen für Touristen, die nicht auf dem Boden schlafen möchten. Nachts wurde es angenehm kühl, tagsüber 25 Grad – mal wieder ein erfrischenderes Klima, das sich gut anfühlte Jedi die fehlende Sonne noch wer machte.

Wir haben viele Tempel besucht, das Schloss von Osaka bestaunt, sind durch die bunt leuchtende Innenstadt gelaufen und haben uns durch japanisches Essen probiert – Ramen, Sushi, Windbeutel, Käsekuchen. Da wir alles zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht haben, sind wir ordentlich gelaufen. Osaka hat mir unglaublich gut gefallen – modern, freundlich und architektonisch spannend. Besonders die Flughäfen, die auf künstlich angelegten Inseln gebaut wurden, sind beeindruckend. Da 80 % Japans aus Bergen besteht, wird jeder Quadratmeter genutzt.


Nara
Eine Nacht, die ich so schnell nicht vergesse – leider im negativen Sinne. Über 20 Leute in einem Raum, Schnarchkonzert inklusive. Trotz Ohrstöpseln war an Schlaf kaum zu denken, also habe ich kurzerhand im Bad übernachtet. Trotzdem: Nara selbst war wunderschön. In einem riesigen Park laufen zahme Rehe frei herum, lassen sich füttern und verbeugen sich sogar – ein einmaliges Erlebnis.


Kyoto
Kyoto war beeindruckend: riesige Tempelanlagen, endlose rote Torbögen, dichte Bambuswälder – ein Ort voller Geschichte und Spiritualität. Allerdings auch sehr touristisch, was wohl am schwachen Yen liegt. Trotzdem hat mich die Altstadt mit ihren traditionellen Häusern und engen Gassen fasziniert.

Wir wohnten in einem alten Haus, das als Hostel diente – einfach, charmant und überraschend teuer, da es die einzige freie Unterkunft war. Dafür lernten wir viele Reisende kennen. Das Highlight: unsere erste Fahrt mit dem Shinkansen, dem legendären Bullet Train. Pünktlich, leise, komfortabel und sogar günstig – ein Erlebnis, das jeden ICE alt aussehen lässt.


Fuji
Am Abend angekommen, sahen wir den mächtigen Mount Fuji bei Sonnenuntergang – völlig wolkenfrei. Ein magischer Moment. Am nächsten Tag besuchten wir einen der schönsten Wasserfälle, die ich je gesehen habe, mussten dafür allerdings 1,5 Stunden Bus fahren. Danach zog der Fuji in die Wolken, später kam Regen. Trotzdem: ein großartiger Tag. Danach ging’s weiter nach Tokyo – mit dem Bullet Train, versteht sich – wo wir eine Freundin aus Thailand wiedersahen.


Tokyo

Tokyo ist eine Welt für sich. Über 40 Millionen Menschen leben im Großraum – fast halb so viele wie in ganz Deutschland. Trotzdem funktioniert alles reibungslos. Öffentliche Verkehrsmittel, Sauberkeit, Organisation – alles auf einem anderen Level.

Die Stadt ist gigantisch: vierstöckige Straßen, Autobahnen durchgehend auf Brücken, Wolkenkratzer, Industrie, Häfen, Lichter, Menschen – einfach Next Level. Trotzdem fühlt man sich sicher, fast ruhig im Chaos.

Wir haben unzählige Sehenswürdigkeiten besucht, auf lokalen Festen gegessen, Straßenfeste mit Festwagen erlebt und japanische Izakayas kennengelernt – gemütliche Lokale, in denen man mehr isst als trinkt. Auch Quallen standen einmal auf dem Speiseplan – interessant, aber einmal reicht.

Mit unserer Freundin hatten wir eine großartige Zeit. Die Menschen in Tokyo sprechen kaum Englisch, reden einfach auf Japanisch weiter, aber mit Händen und Füßen klappt’s erstaunlich gut.

Alles in allem war Japan ein Highlight: sicher, respektvoll, sauber, diszipliniert – und trotzdem voller Leben. Ich bin begeistert.

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